Über ugbb

Die Usina de Guiones Breves ugbb ist das erste Programm für das Schreiben von Kurzfilmen in spanischer Sprache in Deutschland. Es bietet spanischsprachigen Autor:innen die Möglichkeit, fünf Monate lang intensiv an der Entwicklung ihrer Drehbuchprojekte zu arbeiten, und zwar in einem kreativen Umfeld, das Raum für Reflexion und Austausch bietet, womit die professionelle Zusammenarbeit und die Entwicklung hochwertiger Drehbücher gefördert werden soll.
Unter der Leitung von María Meira, der preisgekrönten, international erfahrenen argentinischen Drehbuchautorin, wählt die Usina jedes Jahr bis zu neun Projekte aus, die in zwei Arbeitsphasen – einer Online- und einer Präsenzphase – von ihrem Anfangsstadium bis zur Entfaltung ihres größten Potenzials entwickelt werden.
In der ersten Phase – zwischen Mai und August – erarbeitet und vertiefen die Teilnehmenden ihre Projektidee durch thematische, ästhetische und argumentative Recherchearbeit und Entscheidungsfindungen, dabei begleitet von persönlichen Beratungssitzungen und Online-Masterclasses in der Gruppe.
In der zweiten Phase – im September – treffen sich die Teilnehmenden zu einem zweitägigen Intensivworkshop am Instituto Cervantes Berlin, um ihre bereits fortgeschrittenen Projekte vorzustellen und in der Gruppe zu besprechen, sie durch den Austausch von Ideen und Perspektiven weiter zu verbessern und die Verbindungen zwischen den Teilnehmenden zu fördern, um Wege zukünftiger Zusammenarbeit auszuloten.
Zum Ende des Programms im Oktober prämiert eine Fachjury eines der entstandenen Drehbücher, das Unterstützung für die Produktion in Berlin erhält.
Das Usina-Team ist davon überzeugt, dass die Begegnung von Autor:innen mit unterschiedlichem Hintergrund, die einen sensiblen und reflexiven kreativen Prozess teilen, es ermöglicht, neue Wege des fiktionalen Schreibens zu beschreiten. Wir empfinden es als fruchtbaren Ausgangspunkt für ein vielfältiges Universum von Perspektiven, Stimmen und Geschichten, als Energiequelle spanischsprachigen audiovisuellen Schaffens in Berlin.

Geschichte der ugbb

Das Drehbuchprogramm Usina entstand aus Intensivworkshops, die María Meira seit 2015 jeden Herbst am Instituto Cervantes Berlin anbot. Diese ersten Workshops ermöglichten spanischsprachigen Interessierten in Berlin das Erlernen und Ausprobieren grundlegender Werkzeuge für das Schreiben von audiovisueller Fiktion auf Spanisch: Spanisch.
Ermutigt durch den Erfolg des Workshops starteten wir 2020 die erste Ausgabe der Usina mit dem Ziel, das Angebot nicht nur spanischsprachigen Interessierten aus Berlin, sondern auch aus anderen Städten in Deutschland, Europa und der Welt auszuweiten, allen, die eine internationale Plattform suchen, die Autor:innen mit ersten Erfahrungen nützliche Werkzeuge des kreativen Schreibens zur Verfügung stellt und die Projektentwicklung über mehrere Monate begleitet.
Von Berlin aus in die Welt und mit dem Fokus auf das Verbinden und die Förderung von Vielfalt ist die Usina eine Einladung, sich auf das Abenteuer kreativen Schaffens einzulassen.

Das Team

María Meira

María Meira ist Drehbuchautorin und Beraterin. Sie wurde in Buenos Aires geboren und hat in Jerewan, Berlin und Budapest gelebt. Sie schrieb die Drehbücher zu «El Suplente» (The Substitute, 2022, Offizielle Auswahl bei den Filmfestivals in Toronto und San Sebastian), «Una especie de familia» (A sort of family, 2017, Bestes Drehbuch in San Sebastian), «Refugiado» (2014, Offizielle Auswahl in Cannes), «La mirada invisible» (The invisible eye, 2010, Offizielle Auswahl in Cannes und NHK Award in Sundance für das Beste lateinamerikanische Drehbuch) und «Tan de Repente» (Suddenly, 2003, Bestes Drehbuch in Huelva). In Argentinien wurde sie mit dem Premio Sur und dem Premio Cóndor de Plata ausgezeichnet. «Roger Suelto», ihr jüngstes Projekt, nahm am Co-Production Market der letzten Berlinale teil. Die Absolventin der Argentinischen Filmhochschule ENERC und der Escuela Metropolitana de Arte Dramático EMAD gibt seit 2015 Drehbuchkurse am Instituto Cervantes in Berlin, seit 2020 die Usina.

Marcela Polgar

Marcela hat einen Abschluss in Bild- und Tondesign an der Universität von Buenos Aires und einen Master in Kommunikation der University of Westminster in London. Sie lebt in Berlin, wo sie für den deutschen Sender Deutsche Welle arbeitet. Zunächst als Bildredakteurin für die tägliche Nachrichtensendung und seit 2009 für Motion Design. Als Produzentin arbeitete sie für KINO, das deutsche Filmmagazin der DW, Enlaces, Ventana abierta al mundo digital und Reporteros en el Mundo, das spanischsprachige Magazin des Senders. Seit 2020 organisiert sie Filmveranstaltungen bei Andenbuch, einer Berliner Buchhandlung und Kulturstätte. 2022 war sie Produktions- und Presseverantwortliche für «ESimprocine: Ich bin _ Berliner!» in der Brotfabrik und verantwortlich für die Leitung des Theaterstücks «¿Qué pasa hoy acá?» mit Érica Rivas und Martín Recchimuzi am Monbijou Theater. Zudem ist sie für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für die Kulturprojekte Limited Blindness und Märchenhütte zuständig.

Catalina Flórez

Catalina Flórez ist Filmemacherin, Journalistin sowie Gründerin und Leiterin der Berliner Produktionsfirmen Soilfilms Media und Urua Films. Sie führte Regie bei den Dokumentarfilmen «Orlando, eine kleine Geschichte der Mittelklasse» und «Buy me!», Weltpremiere bei den 45. Internationalen Filmfestspielen Hof, Bester Dokumentarfilm und Schnitt beim Sehsüchte Festival. Sie hat international preisgekrönte Dokumentarfilme, Spielfilme und Werbespots produziert. Catalina koordiniert das deutsche Mentoring-Programm für junge Filmemacherinnen «Into The Wild», u.a. in Zusammenarbeit mit Disney+, Tobis, ZDFneo, Warner Bros. und Ufa Fiction sowie Studio Zentral. Geboren in Kolumbien, studierte sie Journalismus und Kommunikation an der UPB in Medellín sowie Film und Medien mit einem Master in Dokumentarfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg in Deutschland und auf Kuba an der Internationalen Filmschule von San Antonio de los Baños (EICTV). Sie lebt zwischen Deutschland und Kolumbien.